Care-Arbeit (Sorgearbeit), bezeichnet bezahlte und unbezahlte Tätigkeiten im Rahmen der Erziehung, Pflege, emotionaler Verfügbarkeit, freundschaftliche Hilfe, Hausarbeit und Partnerschaftsorganisation. Care-Arbeit wird in ihrer aktuellen Form hauptsächlich von Frauen bewältigt; sowohl in ihrer unbezahlten Form in Beziehungen, Familien, Haushalten und ehrenamtlichen Engagement, als auch in einem institutionalisierten Fürsorge-Sektor in Restaurants, Pflege- und Heileinrichtungen und Reinigungsberufen. In unserem Themenblock „Care-Arbeit“ setzen wir und an drei Terminen mit verschiedenen Perspektiven auf Care-Arbeit auseiandern und reflektieren die Zusammenhänge einer patriarchal strukturierten Gesellschaft als auch unserer eigenen Biografien damit.
Zum Einstieg in das Thema lesen wir den Text „»Ich sorge, also bin ich« – Care-Biografien fördern und wertschätzen“ von Sascha Verlan (Vom Scheitern, Zweifeln und Ändern – Kritische Reflexionen von Männlichkeiten, S.237, 2021), der sich aus der persönlichen Perspektive des Autoren mit konkreten Forderungen, den Gesellschaftlichen Verhältnissen in Relation zum individuellen Verhalten, Mental Load und Equal Care auseinandersetzt.
Der Text wird im Rahmen der Vorbereitung auf den Termin zur Verfügung gestellt. Auch wenn er nicht vor dem Lesekreis gelesen werden kann, könnt ihr natürlich beim Lesekreis dabei sein und mitdiskutieren oder euch einfach die Diskussion anhören. Auch wenn die Themenblöcke aus mehr oder weniger auf einander aufbauenden Texten bestehen, ist es möglich ohne Kenntnis des vorherigen Textes mitzumachen – auch wenn es natürlich schön wäre, wenn ihr die Texte gelesen habt.
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